Ruhrgebiet – Wandel? Können wir!

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Wenn das Ruhrgebiet mit einem Begriff charakterisiert werden müsste, dann wäre das „Wandel“! Die vielen verschiedenen Menschen haben sich hier immer wieder größten Herausforderungen gestellt und immer neue Lösungen gefunden. Das ist unsere Stärke und damit schaffen wir auch eine bessere Zukunft für alle.

Es gibt nun wirklich nicht viele Herausforderungen, denen wir uns im Ruhrgebiet noch nicht gestellt haben. Mit der Industrialisierung vor zweihundert Jahren kamen Arbeitskräfte aus ganz verschiedenen Regionen und Nationen zusammen, Infrastruktur wurde errichtet und recht bald die ersten Umweltprobleme verursacht. Aus ein paar Dörfern wuchs eine Metropolregion mit mehr als fünf Millionen Menschen.

Erst grau, dann blau

Die Kohle kam und ging. Der Himmel über der Ruhr war eine Weile grau-schwarz und ist längst wieder blau. Vor gut hundert Jahren war es ein gigantischer Fortschritt, die Emscher als oberirdischen Abwasserkanal zu nutzen, heute ist sie ein sauberer Fluss. Lange wollten wir möglichst viel Platz für immer mehr Autos, bis es so viele wurden, dass sie die ganze Region verstopften. Heute bauen wir an Radschnellwegen und einer einzigartigen Mobilitätswende.

Nichts bleibt wie es war. Wer wüsste das besser als wir im Ruhrgebiet. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die „Waffenschmiede der Nation“ nahezu vollständig neu aufgebaut werden. Aufbruchstimmung in den fünfziger und sechziger Jahren. Damals Montanindustrie, Monostruktur, Fördertürme und rauchende Schlote, Zechensiedlungen und Waschberge. Heute moderne Dienstleistungen, vielfältige Klein- und Mittelbetriebe, dichte Bildungslandschaft, Industriekultur und Innovation.

Der Antrieb heißt „Mensch“

Dieser Wandel wurde uns nicht geschenkt – die Menschen, die hier leben, haben ihn erarbeitet. War das immer leicht und locker? Nun wirklich nicht. Wir kennen die großen gesellschaftlichen Themen von Armut und Bildungschancen, über Arbeitskämpfe und Betriebsschließungen bis Umweltzerstörung und immer wieder Zuwanderung aus eigener Erfahrung. Wir haben uns gestritten und wieder zusammengerauft. Wir haben erst geflucht und dann gemeinsam nach einer Lösung gesucht.

Die Geschichte des Ruhrgebiets hat die Menschen geprägt und die Menschen prägen das Ruhrgebiet. Wandel im großen Stil – können wir. Und zwar immer wieder. Wir sind ein bunter Haufen aus verschiedenen Haut- und Haarfarben, Herkunftsgeschichten, Träumen und Motivationen – ein Schmelztiegel eben. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass bunte Vielfalt nicht nur mehr Spaß macht als Grau-in-Grau, sondern die beste Voraussetzung ist, den heutigen Herausforderungen kreativ und erfolgreich zu begegnen.

Ideen für den Fortschritt bei Verkehr und Energie

Die Menschen haben unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Talente. Und alle werden gebraucht. Wenn weiter alle mit anpacken, schaffen wir auch die nächsten Probleme zu lösen. Wie wichtig eine Verkehrswende ist, sehen wir jeden Tag auf der A40 und aktuell auch an den Zapfsäulen. Weniger Autos sind für das Klima, die Umwelt und die Lebensqualität in der Metropole Ruhr sinnvoll. Und weniger Autos tragen zur nötigen Energiewende bei.

Je weniger Öl wir in Zukunft benötigen, desto besser. Dass wir weg müssen von der Nutzung fossiler Brennstoffe, ist nicht neu. Der Krieg gegen die Ukraine trägt nun dazu bei, dass wir uns von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen noch schneller befreien müssen. Auch das werden wir schaffen. Und zwar mit Erfindergeist, Tatkraft und Zukunftsbegeisterung. Die Welt sieht im Moment oft düster aus und gleichzeitig wissen wir, dass es an uns liegt, aus der Krise Zukunft zu gestalten.

Aus Krisen Zukunft bauen

Aufgeben ist nicht drin und die Rückkehr zu alten Lösungen ist ebenfalls keine Option. Kohle und Atomkraft sind Antworten von gestern. Wir können mehr. Wenn jemand weiß, wie man aus Krisen neue Chancen macht, dann die Menschen im Ruhrgebiet. Im Landtag NRW will ich unsere Region bei dem Wandel, der jetzt ansteht, unterstützen. Umgekehrt kann die Metropole Ruhr mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Tatkraft das Land inspirieren. Dafür trete ich an und dafür stehe ich ein.